CORONA: Europa-Park öffnet am 29.05.2020 – Rulantica bleibt geschlossen

Quelle: Lahrer Zeitung (https://www.lahrer-zeitung.de/inhalt.rust-so-viele-besucher-duerfen-in-den-park)

Maximal 15.000 Besucher am Tag

Wenn der Europa-Park am 29. Mai seine Tore öffnet, werden pro Tag maximal 15 000 Besucher eingelassen. Diese Zahl hat Roland Mack nun genannt. Die Corona-Krise hat das Unternehmen laut seinem Inhaber bislang fast 100 Millionen Euro gekostet.

Nur mit Online-Ticket

Am Mittwoch, 13. Mai 2020 startet der Europa-Park mit dem Online-Verkauf seiner Tagestickets. Wie berichtet, ist neben zahlreichen Hygienemaßnahmen eine der Auflagen zum Saisonstart die Einführung einer Besucherobergrenze. Wie hoch diese ist, dazu hält sich der Park offiziell bedeckt. Auf Nachfrage erklärte die Pressestelle lediglich: „Wir haben uns in Rücksprache mit den Behörden auf eine massive Reduzierung der Besucherzahlen verständigt.“

Gegenüber der Süddeutschen Zeitung ist Park-Chef Roland Mack konkreter geworden. Einem Bericht vom Dienstag zufolge liegt die maximale Gästezahl zunächst bei 15 .000. Zur Einordnung: In normalen Zeiten pilgern an starken Tagen schon mal 45 .000 Achterbahn-Fans nach Rust. „Wir möchten kein neuer Infektionsherd werden“, betont Mack. Die Gesundheit der Mitarbeiter und Besucher stehe „über allen anderen Interessen“. Ob die angepeilten Zahlen auf Dauer zu halten sind, wird sich zeigen – und liegt nicht zuletzt in den Händen der Besucher selbst. Mack: „Wenn der Kunde bei den Abstandsgeboten nicht mitspielt, wird es schwer.“ In den Fahrgeschäften soll Distanz gewahrt werden, indem Familien zusammensitzen, möglicherweise würden auch Reihen und Sitze freigehalten.

Umsatzverlust wahrscheinlich 100 Millionen Euro 

Der Europa-Park startet zwei Monate später als geplant in die Sommersaison. Der Chef gesteht: Er sah die Zwangspause nicht kommen. Selbst als die ersten chinesischen Parks wegen des Coronavirus hatten schließen müssen, habe er nicht damit gerechnet, „dass es uns auch treffen könnte“.

Nachdem die Wasserwelt Rulantica Mitte März ihre Türen zusperren musste, schickte das Unternehmen insgesamt 2000 Angestellte in Kurzarbeit und schob ebenso viele Arbeitsverträge auf. Geplante Investitionen in Höhe von 40 Millionen Euro seien gestoppt worden, sagt Mack. Inklusive Hotels und Veranstaltungen rechnet er mit einem Umsatzverlust von knapp 100 Millionen Euro. Weil man über „hervorragende Bankverbindungen“ verfüge, komme der Park aber ohne KfW-Kredite aus.

Bei einem Treffen mit Wirtschaftsminister Peter Altmaier, sagte Roland Mack der Süddeutschen Zeitung, werde es um Hilfen für den Mittelstand gehen. Der 70-Jährige fordert Steuerabschreibungen und Investitionszuschläge.

Fragen von Abo-Gästen geklärt 

Seit der Bekanntgabe des Eröffnungsdatums sieht sich der Europa-Park einer regelrechten Flut von Fragen gegenüber. Auf der Internetseite des Parks wurden am Dienstag einige beantwortet.

So ist nun etwa klar, dass Dauerkartenbesitzer, deren Abo während der Corona-Schließung beziehungsweise der Zeit der Besucherbegrenzung abgelaufen ist, nicht in den Genuss eines monatlichen Gratis-Besuchs kommen. Eine Verlängerung des Jahreskarte ist aktuell bekanntlich nicht möglich.

Für alle anderen gilt in jedem Fall: schnell sein. „Je nach Besucherandrang kann es passieren, dass für bestimmte Tage kostenfreie Tickets für Clubkarteninhaber(innen) nicht mehr verfügbar sind“, teilt der Europa-Park mit. Die gute Nachricht für Dauergänger: Bei der Berechnung der Zusatztage, um die sich ihr Jahresabo aufgrund der aktuellen Situation verlängert, werden die regulären Schließtage zwischen Sommer- und Wintersaison ausgeklammert, sodass sie die entfallenen Besuchstage der Sommersaison 2020 komplett nutzen können.


 

Europa-Park: Ansturm auf Karten ist riesig

Quelle: Lahrer Zeitung (https://www.lahrer-zeitung.de/inhalt.rust-europa-park-ansturm-auf-karten-ist-riesig)

Erst ging stundenlang gar nichts, dann musste man stundenlang warten: Die Nachfrage nach Europa-Park-Tickets war am Mittwoch enorm.

Online-Ticketshop vom Europa-Park war stundenlang überlastet 

Zum Verkaufsstart der tagesdatieren Karten gingen die Server in die Knie – der Online-Shop des Europa-Parks war am Morgen und Mittag nicht zu erreichen. „Der Ansturm ist sehr hoch. Wir arbeiten mit Hochdruck daran“, teilte der Park auf LZ-Nachfrage mit. Erst gegen 15 Uhr tat sich was. Allerdings hatten sich da schon mehr als 8500 Interessenten in die virtuelle Warteschlange eingereiht.

„Sie sind an der Reihe in: mehr als eine Stunde“, so die Ansage. Um 17 Uhr war man noch immer hinter Position 8000. Wegen der Corona-Pandemie hat der Park die Auflage erhalten, eine Besucherobergrenze einzuführen. Wie berichtet, werden zum Saisonauftakt am 29. Mai zunächst maximal 15 000 Menschen pro Tag eingelassen. Wie viele Karten am Mittwoch verkauft wurden, war bis Redaktionsschluss nicht zu erfahren.

 


FAQ

Wer in nächster Zeit in den Freizeitpark gehen möchte, muss einige Regeln einhalten. Das müssen Sie nun bei Ihrem Besuch im Park wissen:

Quelle: Lahrer Zeitung (https://www.lahrer-zeitung.de/inhalt.rust-zum-start-noch-kein-spass-fuer-alle)

Der Europa-Park legt nach zweimaliger coronabedingter Verschiebung des Saisonstarts nun pünktlich vor dem Pfingstwochenende los. Allerdings mit vielen Besonderheiten und Einschränkungen.

Seit der Verkündung der Öffnung haben die Parkbesucher vor dem Kauf eines Tickets noch unzählige Fragen. Hier die wichtigsten Antworten im Überblick:

Was öffnet wann?

Das Wichtigste: der Europa-Park selbst am Freitag, 29. Mai. Er ist unter der Woche bis 18 Uhr und am Wochenende bis 19 Uhr geöffnet. Am selben Tag empfangen die sechs Hotels und das Camp-Resort wieder die ersten Gäste. Bereits ab dem 18. Mai soll in zwei Schritten die Hotelgastronomie hochfahren, teilt der Park mit: zunächst die Außen-, eine Woche später –ab 25. Mai – die Innenbereiche.

Wird gleich das volle Programm geboten?

Nein. Die Park-Besucher müssen vorerst auf Shows, etwa die Eisshow und die Parade, sowie auf Kinofilme verzichten. Ob weitere Attraktionen zum Start geschlossen bleiben, „muss noch final abgestimmt werden“, erklärte der Sprecher der Geschäftsleitung, Engelbert Gabriel, auf LZ-Nachfrage.

Was muss ich vor meinem Park-Besuch beachten?

Ganz wichtig: Spontan vorbeikommen, Ticket kaufen und in den Park spazieren, ist nicht. Um das Infektionsrisiko zu minimieren, darf auf behördliche Vorgabe zunächst nur eine begrenzte Zahl an Besuchern in den Park. Anstelle der sonst üblichen saisonal gültigen Eintrittskarten wird es deshalb zum Neustart tagesdatierte Tickets geben, die ausschließlich über den Online-Ticketshop zu haben sein werden. Verkaufsstart ist am 13. Mai unter tickets.mackinternational.de. Ab diesem Tag können im Internet auch bereits gekaufte Eintrittskarten in Tagestickets umgewandelt werden.

Wie viele Besucher dürfen täglich in den Park?

Eine genaue Zahl ist laut Gabriel noch nicht definiert. Auf der Internetseite des Parks ist aber bereits von einer „signifikanten Begrenzung“ die Rede. In jedem Fall lohnt sich schnell sein: „first come, first serve“, schreibt der Park. Heißt: Wer zuerst kommt, kriegt Tickets fürs Wunschdatum.

Was bedeutet die Besucherbegrenzung für Jahreskarteninhaber?

Der unbegrenzte Zutritt für Mitglieder des sogenannten Europa-Park-Clubs ist erst einmal passé. Für sie gibt es zwei Möglichkeiten: die Jahreskarte um die Anzahl der Schließtage und Tage mit Besucherbegrenzung verlängern lassen und zusätzlich während der Dauer der Besucherbegrenzung einmal pro Monat kostenfreien Eintritt erhalten. Oder man wird aktiv und fordert den Restwert der Jahreskarte zurück. Dies ist per E-Mail an club@europapark.de möglich. Der Kauf von neuen Jahreskarten ist wie die Verlängerung bestehender bis auf Weiteres ausgesetzt.

Was muss ich während des Park-Besuchs beachten?

Für Mitarbeiter und Gäste gibt es strenge Hygienevorgaben. Dazu zählen unter anderem die gängige Abstandsregelung von anderthalb Metern, regelmäßiges Reinigen und Desinfizieren sowie kontaktloses Bezahlen. Zudem gilt „in allen überdachten Bereichen, Wartebereichen jeglicher Art sowie während der Attraktionsnutzung“ die Maskenpflicht.

Wie wird die Einhaltung des Mindestabstands gewährleistet?

Neben der herkömmlichen Methode – Markierungen auf dem Boden – setzt der Park auf eine digitale Lösung: eine Anwendung fürs Handy, die derzeit noch in der Entwicklung ist, „Distance Radar“ genannt. „Zweck der App ist, die Besucher auf spielerische Art zu motivieren, die geltenden Abstandsregelungen (Social Distancing) während des Park-Besuchs einzuhalten“, heißt es. Zudem biete die App – auf freiwilliger Basis – die Möglichkeit, sich nach dem Aufenthalt in Rust informieren zu lassen, sollte man möglicherweise Kontakt zu infizierten Personen gehabt haben. Die Anwendung soll es in deutscher, englischer und französischer Sprache geben.

Ist wegen der besonderen Maßnahmen mit längeren Wartezeiten zu rechnen?

„Die Fahrgeschäfte werden in bestimmten Zyklen zusätzlich gereinigt. Der Ablauf wird bestmöglich optimiert, um Wartezeiten zu minimieren“, erklärt Geschäftsleiter Gabriel dazu.

Wie hoch darf die Auslastung in den Hotels zum Start sein?

Das stehe ebenso wie die maximale Zahl der Park-Besucher noch nicht fest, erklärt Gabriel. Es gebe aber noch freie Betten: „Ferientermine, Feiertage und Wochenenden waren bereits im Voraus sehr gut gebucht, es sind aber auch noch freie Kapazitäten insbesondere unter der Woche vorhanden.“

Wer darf eigentlich den Park besuchen?

Weil aktuell die Grenzen zu sind, nur Menschen, die in Deutschland leben. Dabei gibt es gerade in der Schweiz und in Frankreich viele Europa-Park-Fans.